Tradition und Erfahrung in klassischer Philatelie seit 1925
Neuerscheinungen

Band 52: Schiffspost höherer Gewichtsstufen vor 1876 • Die Paul Wijnants Sammlung

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Artikelnummer: 432
Wer sich einmal mit Schiffspostbriefen innerhalb von Europa, z.B. über den Kanal, oder nach anderen Kontinenten, seien es Afrika, die Amerikas oder nach Asien, näher beschäftigt, wird schnell feststellen, dass dies ist eine Wissenschaft für sich ist. Nicht nur die zahllosen verschiedenen handschriftlichen Vermerke oder die diversen Stempel, die solche Belege aufweisen, sondern auch die Routen und Linien, auf denen diese befördert wurden. Jedes Land – dies hält der Experte James Van der Linden in seinem Geleitwort bereits fest – hatte seine eigene Gewichtsprogression zur Festlegung der Brieftarife, die einen die Unze, die anderen das Loth – aber jeweils mit Unterschieden von Staat zu Staat. Ähnlich reichhaltig und fast schon verwirrend waren die Währungsveränderungen. Wer all dies richtig verstehen und interpretieren will, benötigt entweder eine sehr reichhaltige Bibliothek mit entsprechenden postgeschichtlichen Werken – oder eben die Dokumentation einer solchen Sammlung, wie sie der Belgier Paul Wijnands aufgebaut hat, deren Qualität bereits durch zwei Großgold-Medaillen, zuletzt bei der Word Stamp Show New York 2016, und ein „Goldenes Posthorn“ in Sindelfingen 2014, ausgewiesen und anerkannt ist.

In drei Kapiteln entfaltet der Autor in seiner Sammlung das Thema: Europäische Post (1765–1867) über den Ärmelkanal, das Mittelmeer und über den Atlantik; Transatlantische Post (1808–1876) nach und von Nord- und Südamerika, von den Westindischen Inseln und nach und von Afrika; dann aber auch Australasiatische Post (1790–1864), mit Schiffspostbriefen nach und von Asien und Australien. Immerhin kommen so 178 Seiten zusammen, deren optische wie inhaltliche Gestaltung beeindrucken. Jeder Stempel sowie alle handschriftlichen Vermerke über Taxen etc. werden sauber separat gezeichnet und damit erst häufig lesbar gemacht, jeder Brief ist mit seinen Porti und Taxen detailliert für alle Streckenverläufe ausgiebig erklärt und wird damit erst, was solche postgeschichtlich relevanten Aspekte angeht, verständlich. So ist diese Sammlung weit mehr als eine Dokumentation, auch weit mehr als ein Lesebuch, sie ist ein Lehrbuch dieses spannenden Kapitels der Postgeschichte, das jedem Interessenten zu empfehlen ist, der sich einmal auf dem nicht einfachen Gebiet der Schiffspostbriefe versuchen und tummeln will.

(Buchrezension von wolfgang Maassen)

188 Seiten, davon 158 Seiten Sammlungstafeln im farbigen Kunstdruck, Hardcover mit Schutzumschlag, zweisprachig in Englisch und Spanisch
 79.00 CHF

Band 51: Postdiensten op het platteland van Nederland vóór 1850 • De collectie Hotze Wiersma

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Artikelnummer: 428
Begann der frühere Grundschullehrer aus den Niederlanden mit Briefmarken, so wandte sich sein Interesse vor Jahrzehnten mehr und mehr der Vorphilatelie zu. Alte Briefe, deren Destinationen, Taxen und Beförderungsrouten faszinierten ihn und aus diesem Interesse erwuchs eine mit Großgold 2013 in Rio de Janeiro ausgezeichnete Sammlung. Diese spannt den Rahmen bis zur Einführung der Briefmarken (1852) und nimmt ihren Anfang 1581, als noch die Botenpost zu Land oder auf dem Wasser Briefe beförderte. Wiersma unterteilt seine Bearbeitung dieses Zeitraumes in mehrere Phasen. Zuerst behandelt – und dokumentiert er reichlich an entsprechenden Belegen – die Zeit vor 1803, als eben diese Botenpost und erste postalische Einrichtungen für die Beförderung zuständig waren. Es folgt von 1803–1811 der Nationale Postdienst, der seine Spuren auch mit ersten Stempeln (1809), der Einführung von Einschreiben und neuen Postämtern hinterließ.

Für wenige Jahre prägte das französische Kaiserreich von 1811–1813 den Postservice, bevor dann ab 1814 das Königreich der Niederlande der Post seinen eigenen Stempel wieder aufdrückte. Weitere Stempel und Beförderungsdienste waren das Ergebnis, bevor es 1850 dann hieß, 800 neue Postämter und 800 neue Postrouten waren nach 270 Jahren etabliert. Die Sammlung ist in niederländischer Sprache beschrieben, das Buch professionell gestaltet.

(Buchrezension von Wolfgang Maassen)

160 Seiten, davon 128 Seiten Sammlungstafeln im farbigen Kunstdruck, Hardcover mit Schutzumschlag, zweisprachig in Englisch und Niederländisch
 79.00 CHF

Band 50: Haiti - The "Liberty Head" Issues 1881-1887 • The Brian Moorhouse Collection

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Artikelnummer: 430
Spezialsammlern dieses Gebietes war die Sammlung des Mittel- und Südamerika-Experten Brian Moorhouse – er starb am 15. Juli 2017 – längst bekannt. Sie wurde zuletzt bei der FINLANDIA mit Großgold ausgezeichnet. Das Vorwort zu diesem Buch, die Biografie dieses legendären Briefmarkenhändlers, der weltweit Ansehen genoss, schrieb seine Frau Mimi. Ihre Worte berühren den Leser, sie gehen einem nahe, wird doch dabei deutlich, wie zwei Menschen sich über die Jahrzehnte in Liebe und gemeinsamer Arbeit in der Philatelie eng verbunden waren. „His opinions and certificates were the gold standard demanded by collectors and professionals“, betont Sammlerlegende Dr. Norman Hubbard in seinem Geleitwort und stellt heraus, dass Moorhouse selbst als Philatelist über die Jahre 14 (!) bedeutende Kollektionen diverser mittel- und südamerikanischen Gebiete zusammengetragen hat.

Sein enorm umfangreiches Wissen und einmalige Kompetenz liest sich in einer mehr als 18 Seiten umfassenden Einleitung zu den frühen Ausgaben Haitis. Damit allein hebt sich schon dieses Buch von zahlreichen anderen dieser Editions-Reihe ab, denn hier erhält der Leser umfangreiches profundes Fachwissen mitgeliefert, wie er es in dieser konzentrierten Form selten findet. Auf den Seiten 71 – 198 komponiert Moorhouse dann die hohe Kunst der klassischen Haiti-Philatelie, beginnend mit Probedrucken diverser Art, kompletten Markenbogen (teils sogar mit Kehrdrucken), mit Spezialitäten der verschiedenen Druckauflagen, Abarten der Zähnungen, Wasserzeichen etc. und Besonderheiten. Ebenso einmalig sind die gezeigten Briefe, deren Frankaturen und Destinationen. Die letzten beiden Seiten gelten einer Dokumentation der Fälschungen zum Schaden der Post.

Eines ist sicher: Dieses Buch ist der Maßstab, an dem sich künftige Haiti-Philatelie orientieren wird. Mit der Sammlungsdokumentation eines legendären Kenners. Die Ausführung ist wie immer bei den Bänden dieser Buchreihe von qualitativ überzeugender Machart und jede Empfehlung wert.

(Buchrezension von Wolfgang Maassen)

208 Seiten, davon 128 Seiten Sammlungstafeln im farbigen Kunstdruck, Hardcover mit Schutzumschlag, zweisprachig in Englisch und Spanisch
 79.00 CHF

Band 49: Königreich Sachsen - Die Franko-Couverts • Die Arnim Knapp Sammlung

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Artikelnummer: 427
260 Seiten, davon 238 Seiten Sammlungstafeln im farbigen Kunstdruck, Hardcover mit Schutzumschlag, zweisprachig in deutsch und englisch
 99.00 CHF

EDITION SPÉCIALE: Färöer Inseln - Postgeschichte 1751-1948 • Die Sammlung Geoffrey Noer

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Artikelnummer: 431
168 Seiten, davon 157 Seiten Sammlungstafeln im farbigen Kunstdruck, Hardcover mit Schutzumschlag, einsprachig in Englisch
 79.00 CHF

Sachsen-Meinigen: Thüringen als philatelistisches Sammelgebiet • Die Sammlung Heinrich Sanders

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Artikelnummer: 429
92 Seiten, davon 87 Seiten Sammlungstafeln im farbigen Kunstdruck, Hardcover, einsprachig in Deutsch
 79.00 CHF