Tradition und Erfahrung in klassischer Philatelie seit 1925

Pressemittelung Novemberauktion 2016

Online-Rekordbeteiligung bei Corinphila-Auktionsserie vom 24. bis 26. November 2016 in Zürich – Zuschläge übertrafen selbst kühnste Erwartungen

Mit Ergebnissen, die zum Staunen einluden, ging am Samstag, den 26. November 2016 die Corinphila-Auktionsserie der Versteigerungen 210 bis 212 in Zürich zu Ende. Allem voran die Spezialangebote Schweiz-Klassik sowie Frankreich mit der Sammlung „BESANÇON“ (Teil II) boten Rekordverdächtiges und ließen keine Wünsche offen. Auch das weitere Angebot hochwertiger Philatelie und Postgeschichte, Einzellose wie Sammlungen, erfreute sich einer beeindruckend starken Nachfrage und quer durch alle Sammelgebiete überschlugen sich die Ergebnisse bei zahlreichen Losen förmlich. Am Ende verzeichnete Corinphila die höchste Verkaufsquote einer Internationalen Groß-Auktion seit vielen Jahren. Der Gesamtzuschlag lag bei 172 % vom Gesamtausruf aller angebotenen Auktionslose.

Der „Online-Faktor“: Internet-Bieter aus aller Welt sorgen für Aufsehen

Dass die Versteigerungen der Corinphila neue Maßstäbe setzen, bewies die Rekordbeteiligung der Online-Bieter, die aktiv von zu Hause aus ins Auktionsgeschehen eingriffen. Bei einem Gesamtanteil von knapp 40% der erfolgreichen Zuschläge, deren Gebote aus aller Welt über das bewährte System zum „Online-Live-Bieten“ abgegeben wurden, wird deutlich, wie sagenhaft sich dieses innovative System entwickelt hat. Mit einem neuen attraktiven „Feature“, der Live-Übertragung von Saal und Auktionator in Bild und Ton, wurde die virtuelle Präsenz sogar nochmal optimiert. Das Gefühl, selbst dabei zu sein, scheint viele Kunden beflügelt zu haben, denn ein ums andere Mal hatten die Saal- bzw. Telefonbieter das Nachsehen gegenüber den Online-Bietern, die sich aktiver denn je zeigten. Sicherlich sehr zur Begeisterung der Einlieferer, die sich über die sensationelle Beteiligung und die zahlreichen höchst spannenden Bieter-Wettkämpfe – Top-Zuschläge inklusive – freuen konnten.

Sagenhaftes Frankreich, spektakuläre Philatelie aus aller Welt und ein Schweizer Feuerwerk

Schon die Versteigerung des ersten Teils der Frankreich-Spezialsammlung ‚BESANÇON‘ im Rahmen der Juni-Auktion dieses Jahres verlief überwältigend. Der zweite Teil (Katalog 211) knüpfte nahtlos an diesen Erfolg an und zahlreiche Lose dieser Ausnahme-Kollektion gingen sprichwörtlich durch die Decke. Steigerungen um 100 %, 150 %, 200 %, und mehr, selbst bei Marken und Briefen, die schon mit fünfstelligen Startpreisen taxiert wurden, waren keine Seltenheit! Bereits das fünfte Los der Auktion (Los 3005), ein ungebrauchter Viererblock der Erstausgabe von 1849, eine Ceres 15 Centimes grün, wurde von CHF 50.000 Ausruf auf CHF 100.000 gesteigert. Ein ungebrauchter Viererblock der Ceres 40 Centimes steigerte auf CHF 22.000 (Los 3016 – Startpreis: CHF 8.000), ein ungebrauchter Viererblock derselben Ausgabe, jetzt der 1 Franc (Los 3020), kletterte nach heftigstem Bieterkampf von CHF 20.000 Startpreis auf 50.000 CHF Zuschlag. Und mit zunehmender Auktionsdauer wurde das Wettbieten um die Seltenheiten sogar noch intensiver: Den Höhepunkt erreichte die Auktion mit dem Spitzenstück der Sammlung, einem Viererblock der Ceres-Marke 1870, 20 Centimes im Steindruck als Notausgabe von Bordeaux während der Einkesselung von Paris durch Preussische Truppen im Krieg 1870/71 (Los 3102). Hier fiel der Hammer nach einem Ausruf von CHF 40.000 erst bei sensationellen CHF 150.000! Man hätte eine Stecknadel fallen hören können, so still war es im Auktionssaal, als Auktionator Antoine Clavel mit dem Hammer „zum Dritten“ zuschlug. In ähnliche Sphären steigerte ein ungebrauchter Viererblock der 1876, Type Sage, 1 Centimes in der seltenen Farbvariante auf preussisch blau (Los 3134) – eine vergleichseiweise „moderne“ Seltenheit Frankreichs. Nach einem Startpreis von CHF 30.000 erfolgte der Zuschlag bei sagenhaften  CHF 95.000. „Dieses Preisniveau ist nicht von diesem Planeten….“, kommentierte ein Teilnehmer atemlos.

Die Nachfrage nach seltener und hochwertiger Philatelie blieb auch bei den nachfolgenden Gebieten auf einem ähnlich starken Niveau. So beeindruckte unter anderem (Alt-)Italien mit beeindruckenden Zuschlägen. Ein wunderschöner Brief aus Parma mit einem senkrechten 4er-Streifen der 40 c. blau von 1857 nach Frankreich (Los 706) erzielte einen Zuschlag von CHF 38.000 (Ausruf: CHF 20.000). Ein nicht minder attraktiver Brief aus Sizilien nach Frankreich (Los 723) mit einer traumhaften Mischfrankatur steigerte auf großartige CHF 34.000 (Ausruf: CHF 20.000). Sensationell auch Saudi Arabien, das mit einem Satz der seltenen „Boeing-Marken“ von 1966/75 in postfrischer Erhaltung (Los 1334) von CHF 1.000 auf unglaubliche CHF 21.000 (!) ging. Der Bieterkampf wollte einfach nicht enden…

Der Abschluss der Auktion, der traditionelle Teil Schweiz und Liechtenstein, war erneut ein echtes Feuerwerk! Eine seltene Waadt 4, farbintensiv und allseits breitrandig, auf hübschem Faltbrief nach Meyrin im Kanton Genf (Los 4087) ging für CHF 42.000 (Ausruf: CHF 15.000) an einen Telefonbieter, der sich im Urlaub in Asien befand. Ein ‚Mehlmuster ohne Wert‘ (Los 4094) erwies sich entgegen seiner Bezeichnung als höchst wertvoll und wurde von CHF 15.000 auf CHF 46.000 gesteigert. Die Krönung des letzten Auktionstages war eine Zürich 4, die erste Briefmarke der Schweiz als Spätverwendung von 1851 auf Brief (Los 4200). Es ist kein späteres Verwendungsdatum dieser Marke bekannt. Dementsprechend heiß umkämpft war das Los und der Wettstreit endete nach einem Ausruf von CHF 40.000 bei sensationellen CHF 120.000. Der Saal applaudierte dem erfolgreichen Bieter.

Corinphila-Kunden im Vorteil dank innovativer Technologie

Mit der zurückliegenden Versteigerungsserie hat sich erneut gezeigt, dass das einzigartige Konzept der Firma Corinphila von größtem Erfolg gekrönt ist. Insbesondere im Online-Sektor gehört Corinphila mit seiner Internet-Präsenz und dem innovativen System zum „Online-Live-Bieten“ zur absoluten Spitze der philatelistischen Auktionshäuser. Dies belegt auch die Statistik, welche bei dieser Auktion die Online-Live-Bieter als aktivste und zugleich erfolgreichste Bietergruppe verzeichnete. Noch deutlich vor den Saalbietern und den Kommissionären, weit dahinter die schriftlichen Bieter. Das Online-Live-Bieten ist ein unverzichtbarer Standard geworden und nicht mehr wegzudenken. Auch die Auktionsteilnehmer, allem voran die Einlieferer, waren sich einig: Wer diese technische Entwicklung vernachlässigt, gerät schnell ins Hintertreffen und wird es schwer haben, sich in der Zukunft am Markt zu behaupten. Das ist das wohl das wichtigste Fazit dieser Corinphila Auktion.

Die vollständige Ergebnisliste ist online verfügbar. Die nächste Corinphila Auktionsserie findet vom 7 bis 10 Juni 2017 in Zürich statt (Einlieferungsschluss: 31. März 2017).

Weitere Informationen bei: Corinphila Auktionen AG, Wiesenstrasse 8, 8032 Zürich/Schweiz, Telefon: + 41 (0)44 389 91 91, Telefax + 41 (0)44 389 91 95, E-Mail: info@corinphila.ch, Internet: www.corinphila.ch